Ja wo laufen sie denn…?

Heute waren der weltbeste Freund und ich ganz fleißig. Drei Stunden sind wir spazieren gegangen. Das soll ja bekanntlich gegen Heißhunger-Attacken helfen. Danach gab es selbstgemachtes Basilikumpesto mit Tortellini und frischen Tomaten. Hmmm. Lecker! Ich war ziemlich zufrieden und gar nicht mehr so hungrig.
Heute Abend dann das große Versagen: Eine Packung Dinkel-Brezel, ein Paket Schoko-Rosinen und 75 Gramm 75-prozentige Schokolade mussten dran glauben. Verdammt noch mal! Das muss doch in den Griff zu kriegen sein… Vielleicht sollte ich einfach nur noch spazieren gehen und gar nichts anderes mehr machen? Geht dann der Hunger weg?

Long time no see

Da muss ich ein wenig schmunzeln. Mein Artikel über mein jungfräuliches Gehirn scheint mir so fern wie nie. Ich habe vor Weihnachten einen hübschen kleinen Rückfall gehabt. Das heißt im Klartext: Meine Neurosarkoidose ist jetzt chronisch. Irgendwie stehe ich trotz der zwei fast verstrichenen Monate immer noch neben mir und versuche zu verstehen, warum ich jetzt wieder dran war. Ich habe mir doch so viel Mühe gegeben und mich so am Riehmen gerissen. Und jetzt muss ich wieder 50 mg Kortison nehmen… und die wollen mir eine leichte Chemotherapie als Dauerlösung aufschwatzen… Das Leben ist wohl doch kein bunter Teller!

Jungfräuliches Gehirn

Ich war mal wieder zu Gast in der Pension Eppendorf. Und dieses Mal war ich ein echtes Glückskind. Nicht nur, dass ich am Mittwoch meine heißgeliebten Senfeier zu essen bekam. Nein! Sie hatten meinen Besuch auch gut durchgeplant. So konnte ich das Krankenhaus schon nach zwei Tagen wieder verlassen… *freu*

Obwohl ich das Kortison abgesetzt habe, ist das MRT positiv ausgefallen. An meinen Gehirnhäuten ist keine Entzündung mehr festzustellen. Der Professor sprach von einem „jungfräulichen Gehirn“ (hoffentlich meinte der nicht den Zustand meiner grauen Zellen *hihihi*). Auch mit der Lumbalpunktion klappte alles reibungslos. Wolti (meine Lieblingsdoktorin) traf beim ersten Mal und es tat gar nicht so weh. Und, siehe da: Meine Werte sind nur noch leicht erhöht. Dieser leichte Entzündungswert begründet sich mit einer Erkältung, die ich kurz danach bekam.

Kurzum: Es sieht gut aus in meinem Leben!

Post vom Kaninchen

Wir haben jetzt die ersten Bilder von unserem Ex-Kaninchen Matilda bekommen. Sie zeigen sie und ihren Mann Charmeur in ihrem neuen zu Hause. Unserer Kleinen scheint es wirklich gut zu gehen. Vor allem hat sie jetzt ein anderes Kaninchen als Gesellschaft und viel Platz zum Hoppeln.

Trotzdem ist mir beim Betrachten der Bilder ganz wehmütig zumute geworden… *schnüff*

Mein Freund, der Glasreiniger

Unser Projekt Fernseh- und Computerfasten läuft immer noch mit wachsendem Erfolg. Wir sind jetzt gerade dabei in der neu gewonnenen Zeit Rechnungen, Kontoauszüge etc. aus mehreren Jahren abzulegen.

Zusätzlich hat der weltbeste Freund heute zum erstenmal EIN Fenster geputzt. In gefühlten Äonen von Stunden hat er es mit einem bekannten Mittel aus einer Sprühflasche einshampooniert und mit einer Liebe zum Detail trockengerieben. Ich muss mir jetzt dauernd angucken, wie toll streifenfrei das gute Stück geworden ist. (Bei mir guckt nie jemand. Auch nicht wenn ich ALLE Fenster putze!) Meinen dezenten Hinweis, dass es in diesem Haus noch viel mehr einsame und vor allem nicht geputzte Fenster gibt, die seiner Aufmerksamkeit harren, ignoriert er standhaft.

Ein Zwischenstand

Montag waren wir Tanzen bis die Füße qualmten. Vor der Pause hat uns die liebe Tanzlehrermaus den Samba aufgenötigt. Nach der Pause folgten Wiener Walzer und eine „Oh Susanna“ (Alle fassen sich an den Händen und gehen in den Kreis, jetzt Slalom-Wechsel bis zum siebten Mann *keuch*). Ich habe geschlafen wie eine Tote in der Nacht.

Dienstagabend war ich dafür faul und habe zusammen mit dem weltbesten Freund die Fernseh-Fastenzeit für „Goodbye, Deutschland“ unterbrochen. Sonst wird nebenbei am Computer gespielt, gelesen oder gesabbelt. Gestern jedoch war das Fernsehen wieder etwas besonders und so saßen wir andächtig vor der Glotze und haben uns auf den neusten Stand von Bali-Britta Slippens neuen Galeeren-Sklaven alias Familie Frowein gebracht, die jetzt endlich wieder alle vereint sind. Außerdem wissen wir jetzt genau wie die Reimers, dass in Spanien nix ohne N.I.E.-Nummer geht und wie schnell man ohne Winterreifen im eisigen Kanada im Graben landet… *kopfschüttel*

Das Schlimmste: Obwohl ich nicht gesündigt habe, zeigt meine Waage heute mehr Kilos an als gestern. Als ich noch 100 mg Cortison genommen habe, war die Gewichtszunahme nicht so ein großes Problem. Aber jetzt mit 3 mg wird´s echt doohohof! Ich muss mir mal was einfallen lassen… Heute gibt´s auf jeden Fall nebenbei nur Ananas!

Es hat sich ausgezappt!

Kennt Ihr das auch? Man kommt abends nach Hause und will nur mal kurz durchzappen – Zwei, drei gefühlte Minuten später muss man schon ins Bett, weil der Abend irgendwie vorbei ist ohne das man was sinnvolles getan oder im TV gesehen hat.

Sowas wird dem weltbesten Freund und mir die nächsten zwei Wochen nicht passieren. Wir machen jetzt Fernseh-Fasten. Weil das so schön ist und wir gerade dabei sind, haben wir uns auch gleich noch fürs Computer-Fasten entschieden. Da beides nicht so einfach ist (wir arbeiten ja beide im Computer-Bereich), bezieht sich das Fasten nur auf die Freizeit. UND es gibt eine halbe Stunde für Ausnahmen am Tag sowie „Goodbye Deutschland“ darf geguckt werden.

Gestern ging es los. Ergebnis: Wir sind etwa fünf Stunden durch die Gegend spaziert und haben sogar aus Verzweiflung die örtliche Hochzeitsmesse besucht (war gar nicht sooo schlecht). Unser Küchenabfluss läuft jetzt wieder wie verrückt. Die Abzugshaube ist sauber. Wir haben einen neuen Platz für unser Stubentischen, damit die Laptops ordentlich draufpassen und, und, und. WOW! Wenn das so weitergeht, bauen wir nächste Woche das Haus ab und wieder neu auf… *hihihi*

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