Zwischen den Tagen

Das Arbeiten zwischen Weihnachten und Silvester ist immer ganz angenehm. Kein lästiges Telefonklingeln, die Hälfte der Kollegen und Kolleginnen ist im Urlaub. Es gibt Zeit für nette Schwätzchen, alle sind entspannt und meistens Kuchen…

Schöner Start in den Tag

Da sitzt man gemütlich mit dem weltbesten Freund beim Frühstück und der liest einem Sachen aus der genialsten Tageszeitung Deutschlands vor. Unter anderem aus dem schmucken S-Bahn-Magazin. Besonders gut findet er, dass man im Internetangebot der genialsten Tageszeitung jetzt die Fahrpläne runterladen kann… wenn ich gestern abend nicht vergessen hätte das einzubauen… So beginnt mein freier Tag doch wieder

  • mit Ärgern
  • bei der Arbeit

Aber ab heute mittag wird das Leben schön. Ich weiß das!

Abendshopper

Jetzt werde ich NICHT zur progressiven Muskelentspannung nach Jacobsen sondern mit dem weltbesten Freund zum Shoppen düsen. Sonst haben wir nichts mehr zu Beißen (was ja auch irgendwie blöd anmutet). MORGEN aber ist ein großer Tag. Da habe ich nämlich frei und fahre zum kranken Huhn (alias meine Sis) nach Bremen. Da werden wir es uns mit Kamilientee-Cocktails und Nasenwickeln so richtig gutgehen lassen…

*schäm*

Kaum ist meine Wiedereingliederung gelaufen, bricht auch schon wieder die Arbeit über mich herein. Die letzten zwei Tage habe ich statt acht zehn Stunden gearbeitet. Das wollte ich auf keinen Fall wieder machen, aber die Technik verlässt mich allerorten und Kunden sowie fiese Geschäfstführer von Internetfirmen brechen über mich herein.
Was tun? Ich werde morgen auf jeden Fall um 17.30 Uhr von der Arbeit verschwinden und brav zu meiner progressiven Muskelentspannung nach Jacobsen pilgern. Am Freitag nehme ich mir einen von meinen 25 Resturlaubstagen (Yeah, Baby!) und werde entspannen.

Wie man das Bruttoinlandsprodukt senkt…

… indem man unschuldige Leute von der Arbeit abhält.
Meine Kollegin stellte mir heute eine verzweifelte Dame durch, die nach einem Artikel fahndete. In dem sollte stehen, dass Betriebsrenten nicht mehr versteuert werden müssten. Die Dame war von einem Rentenempfänger darauf hingewiesen worden. Sollte AUF JEDEN FALL am 1. Dezember erschienen sein. Trotz intensiver Recherche konnte ich nichts für die Dame tun.
Nebenbei hörte ich mit einem Ohr zu, wie ein Leser bei unserem Sekretariat nach einem verdammt ähnlichen Artikel fahndete. Nur sollte der Mitte November erschienen sein. Es stellte sich heraus, dass das der gleiche Kunde war, der der verzweifelten Dame schon auf den Keks gegangen war. Drei weitere Kolleginnen von mir (und auch zwei Kollegen aus der überregionalen Redaktion) kannten die Story auch schon…