Post vom Kaninchen

Wir haben jetzt die ersten Bilder von unserem Ex-Kaninchen Matilda bekommen. Sie zeigen sie und ihren Mann Charmeur in ihrem neuen zu Hause. Unserer Kleinen scheint es wirklich gut zu gehen. Vor allem hat sie jetzt ein anderes Kaninchen als Gesellschaft und viel Platz zum Hoppeln.

Trotzdem ist mir beim Betrachten der Bilder ganz wehmütig zumute geworden… *schnüff*

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Hej, hej Matilda.

Har det bra. Es bricht mir das Herz überhaupt darüber zu schreiben. Am Sonntag ist unser kleiner Hopser Matilda zu ihren neuen Besitzern umgezogen. Unser süßes Mädchen ist jetzt Hamburgerin und wohnt ganz zentral beim Eidelstedt-Center. In ihrem neuen zu Hause kennt man sich mit ihrer Krankheit aus. Und: Sie bekommt sogar ein Böckchen als neuen Gespons sowie versprochenermaßen viel Liebe, Futter und Auslauf. Sie wird uns also nicht vermissen. Wir vermissen Matilda jedoch umso mehr. :-(

To Do

To Do-Listen haben so etwas Beruhigendes. Man bildet sich durch sie ein, dass man sein Leben unter Kontrolle hat. Cool finde ich außerdem, wenn ich erledigte Dinge abstreichen kann. Da weiß ich, dass ich etwas erfolgreich beendet habe. Oder auch nicht.

  • Tierärztin dazu bringen, meinem Kaninchen die Medikamente zu verabreichen, die sie kriegen muss, damit der Gnadenhof sie weitervermittelt.
  • Nicht ausfallend werden in Telefongesprächen mit Tierärztinnen, die sagen, dass sie die Oberhoheit über Medikamentenverordnungen haben und dass ich doch einfach sagen soll, mein Kaninchen hätte die Medikamente bekommen.
  • Sich beruhigen.
  • Sich keine Sorgen machen, um die Weitervermittlung des Kaninchens und die Auswirkungen auf das eigene Leben.
  • Neue Lösung für Punkt 1 überlegen.
  • Neuen Tierarzt suchen.

Mein Leben oder ist das doch ein schlechter Film?

Da hat mein Kaninchen einen Parasiten, der unter Umständen auch Menschen mit Autoimmun-Erkrankungen anfällt. Die Krankheitssymptome stimmen richtig gut mit meinen überein. Von der Gehirnhautentzündung bis zu den Nasennebenhöhlen. Aber: Die Menschenblut analysierenden Labore können den Erreger nicht nachweisen. Die Tierblut-Analysten dürfen aus irgendwelchen rechtlichen Gründen kein Menschenblut untersuchen. Und im Uniklinikum Eppendorf haben sie zwar eine eigene Arbeitsgruppe für den Bereich Mikrosporidien, erinnern sich aber erst daran, als ich sie darauf hinweise. Außerdem können wir das ja „vielleicht nächste Woche klären, wenn Sie sowieso hier sind.“

Ich habe vielleicht einen Parasiten im Kopf, der mich von innen heraus aushöhlt und die wollen sich das VIELLEICHT mal angucken. Manchmal denke ich echt, dass ich einen Föhn kriege! Durch den Geburtskanal. Mindestens. Aaargh! Ich bin keine Ware sondern eine Patientin, die sich Sorgen macht um ihr kleines und bescheidenes Leben.

Das Leben ist kein bunter Teller

Wenn das eigene Kaninchen eine Krankheit hat, die der eigenen ziemlich gleicht – Was dann? Nach fast zehn Wochen Krankenhausaufenthalt steht nun plötzlich wieder alles auf Anfang. Im Uniklinikum Eppendorf machen die behandelnden Ärzte natürlich trotz meines Hilfeansuchens ungerührt Wochenende. Und ich sitze hier ratlos und verstört und muss irgendwie rausfinden, ob ich außer „Läusen auch noch Flöhe“ habe oder nur eins von beiden (unheilbare Autoimmun-Krankheit oder noch nicht besonders gut erforschten Parasiten)… und ob ich mein geliebtes Kaninchen-Mädchen weggeben muss.

Hilfe, mein Kaninchen ist stubenrein!

Bei uns in der Stube haust seit Mai ein schwarzes und supersüßes Zwergrex-Mädchen mit Namen Matilda. Was haben wir uns gefreut festzustellen, dass Matilda…

  1. nicht über Laminat laufen mag. Und deshalb brav innerhalb der von uns vorgegebenen Bahnen bleibt – also fern von Kabeln etc.
  2. stubenrein ist und nur in ihr „Katzenklo“ im Käfig strullert.

Das zweitgenannte stellt sich nun als doch nicht so prickelnd heraus, denn Matildas Tierärztin des Vertrauens hätte gerne eine Urinprobe. Nun ist es aber so, dass unser Mädchen sich hartnäckig weigert, außerhalb ihres Klos zu pieschern. Damit treibt sie uns noch demnächst in die Verzweiflung. Die heutige Nacht hat sie deshalb in einem Plastik-Transportkörbchen verbracht, nachdem sie gestern abend noch schön viel getrunken hat. Ergebnis: Bis jetzt sind es zwölf Stunden und kein Tropfen Urin weit und breit. Es muss ihr doch bald zu den Ohren rauskommen! Ich fühle mich schon wie ein Tierquäler! Ich werd ihr jetzt mal das Bäuchlein massieren und dann man die Tierärztin des Vertrauens nach weiteren Maßnahmen befragen. Es bleibt spannend!