Das Arbeiten zwischen Weihnachten und Silvester ist immer ganz angenehm. Kein lästiges Telefonklingeln, die Hälfte der Kollegen und Kolleginnen ist im Urlaub. Es gibt Zeit für nette Schwätzchen, alle sind entspannt und meistens Kuchen…
Das Arbeiten zwischen Weihnachten und Silvester ist immer ganz angenehm. Kein lästiges Telefonklingeln, die Hälfte der Kollegen und Kolleginnen ist im Urlaub. Es gibt Zeit für nette Schwätzchen, alle sind entspannt und meistens Kuchen…
Bei mir war der Weihnachtsmann ja sehr fleißig und bei Euch? Unter anderem wurde mir ein Laptop beschert, vor dem ich jetzt gerade sitze und das erste Mal tippe. Geniales Teil!
Ansonsten war der gestrige Abend bei uns von vielen emotionalen Höhepunkten der Extraklasse gekrönt. Aber von Anfang an.
Frühstück
Morgens wurde gemeinsam gefrühstückt. Beim Brot abholen war es so glatt, dass ich mich auf diesen doofen, roten Steinen fast auf den Hintern gesetzt hätte (vorsichtig ausgedrückt). Ma hatte PMS-bedingt eine Laune zum Davonlaufen.
Ma geht kaputt, wer geht mit?
Bei den Vorbereitungen fürs Mittagessen hat Oma die Küchentür von innen aufgedrückt und Ma, die die Klinke gerade von außen ergreifen wollte, fast den Finger gebrochen… Das gute Stück wurde erstmal ordentlich gekühlt. Kaum hatte Ma das überstanden, wollte sie Teller aus dem oberen Fach des Stubenschranks nehmen. Auf den Tellern standen noch drei kleine Teller. Als sie die großen nach unten hin zog, knallten ihr die kleinen Stück für Stück auf die Nasenwurzel und aufs Auge. Aber wer eine richtige Hausfrau ist, lässt natürlich die großen Teller trotzdem nicht los und erträgt die Schmerzen stoisch. Danach kühlt man dann eben Finger und Nase.
Kirchensteuer absitzen
Nachdem wir die weiteren Vorbereitungen für das Abendessen und das Mittagessen hinter uns gebracht hatten, gings in unsere schnuckelige kleine Felssteinkirche. Die neue Pastorin hat den Gottesdienst echt gut gemacht, nur der neue Organist galoppierte durch die Lieder, als ob er dafür bezahlt würde.
Futtern… schon wieder!
Nach der Kirche gab es dann lecker Rotwein-Fondue. Da freue ich mich immer schon den ganzen Dezember drauf… Wir haben lecker gegessen und geschnackt und dann gings für uns Mädels in die Küche zum Abwaschen, während mein Pa wie immer dem Christkind beim Tragen geholfen hat.
Bescherung
Nachdem mein Pa den Baum angezündet und mich mit der „Bescherungsglocke“ bis auf die Toilette verfolgt hatte, haben wir reihum die Geschenke ausgepackt. Meine Sis hat sich doch über mein Weight-Watchers-Geschenk gefreut (*puh*) und meine Biologischen haben ihr Gutschein-Puzzle (es gab einen Urlaub in Schweden zu finden) auch überstanden. Dann hat sich noch spontan ein Kerzenhalter am Baum selbst entflammt. Der Tannenbaum hat es ihm aber Gottseidank nicht nachgemacht. Oma und Opa haben sich am meisten über ein Fotobuch ihres Österreich-Urlaubs gefreut. Da flossen auch wieder Tränen…
Alles in allem eine sehr gelungene Sache!
Ich habe heute morgen zum ersten Mal wieder gejoggt (naja, immer abwechselnd mit walken). Es war genial, den Morgen immer heller werden zu sehen. Die Bäume und Büsche hingen voller Rauhreif und glitzerten. Der Nebel lag noch über den Schwingewiesen und machte die Welt geheimnisvoll. Ebenfalls genial: Die warme Dusche danach. Hach, das Leben ist schön!
… alle Weihnachtsgeschenke sind gelandet und verpackt. Mein aufrichtiges Bedauern gilt an dieser Stelle all jenen, bei denen das noch nicht so ist. Ich vermute, dass kann einem ganz schön die schöne Zeit vermiesen.
… ohne Ende gab es bei mir von Montag bis Freitag im „Center Parcs“ Bispingen. Man darf sich als Schwedenurlauber nur nicht vorstellen, dass jetzt fast tausend Hütten um einen rum stehen, dann ist es sehr nett. Pluspunkte sind für mich außerdem die kurze Anfahrt (von uns aus anderthalb Stunden…), die praktische Einrichtung der Hütte (natürlich ist der Kamin der Megapluspunkt), der Snow Dome und das Kart Center Bispingen in der Nähe und der günstige Preis (wir haben im Internet ein Superschnäppchen gemacht etwa 250 Euro!). Dafür darf man sich die Hütten nicht von außen angucken und bei Vollauslastung wirds im Market Dome (Supermarkt, Restaurants, Schwimmbad, Kinderbespaßung) und im Park wahrscheinlich echt eng.
Auf jeden Fall bin ich erholt. Weihnachten kann kommen!
Täufen heißt übrigens auf Plattdeutsch Warten.
Das schöne am Internet: Man kann mittlerweile fast alle Weihnachtsgeschenke unkompliziert von zu Hause aus bestellen. Das Schlechte: Das Warten auf die Post. Ist eindeutig nervenaufreibender als das Warten aufs Christkind. Schön besonders sind die Internetseiten, bei denen eine garantierte Lieferung zum Weihnachtsfest versprochen wird, wenn man innerhalb der nächsten 2 Tage und 12 Stunden bestellt (so war es bei mir). Wenn man dann bestellt, kriegt man den Liefertermin zehn Sekunden vor der Bescherung zugewiesen… Ahhhhh!
… und Frauen Strohsterne kaufen. Nach dem Tannenbaumverkauf ist es wieder passiert. Wärend die Männer sich vorm Essen gehen noch ein Stück Fleisch reinziehen müssen, haben wir Frauen für den bereits überladenen Weihnachtsbaum noch Strohsterne gekauft. Wie sinnvoll beides ist, bleibt dahingestellt. Schön ist der Strohstern allemal.
Gleich machen wir uns auf in den Wald. Wir, das sind meine biologischen Erzeuger, meine Sis und ihr Anverlobter, der weltbeste Freund und ich. Dann werden wir insgesamt vier Weihnachtsbäume aussuchen: Zwei wuschelige Große mit vielen Ästen für die Juniors und zwei Besenstilähnliche in Mas Größe – sind nur 163 Zentimeter – für die Seniors. Dabei werden wir uns mal wieder die Köppe heiß diskutieren. Ich liebe es!
Meine neu gekaufte CD mit Weihnachtshits von Frank Sinatra und Bing Crosby ist verschwunden. Ich vermute, dass der weltbeste Freund dahinter steckt, kann aber nichts beweisen. Der will die nur nicht auf der gesamten Fahrt zum Center Park um die Ohren gedudelt bekommen. Werde Ermittlungen einleiten.
Das „Green-Team“ auf Brigitte.de hat mich drauf gebracht meinen „ökologischen Fußabdruck“ zu testen. Auf der Seite der BUNDjugend wird ermittelt, wieviel Hektar der Erde man als einzelner Mensch unter Umständen auf dem Gewissen hat. Wenn alle Menschen so leben würden wie ich, würden wir ruhmreiche 2,3 Erden verbrauchen. Das stimmt mich dann doch erheblich nachdenklich. Das Gute: Nach dem Test gibt es dann auch noch ein paar Tipps, wie man den eigenen Fußabdruck verkleinern kann. Denn ich will lieber an anderen Stellen großen Eindruck machen. Hier geht´s zum Füße messen. www.latschlatsch.de